AEM - RP - Petrom

OMV Petrom Stakeholder Engagement Integration: von der Konfliktlösung zur Kooperation 

Worin liegt die Herausforderung?

In der Öl- und Gasindustrie (einschließlich OMV Petrom) ist ein wachsendes Bewusstsein dafür erkennbar, dass die Integration von Stakeholder Engagement und Nachhaltigkeit in die täglichen Geschäftsentscheidungen immer notwendiger wird -  auch in Hinsicht auf die Vermeidung lokaler Konflikte, die ein Risiko für das Unternehmen darstellen könnten (das impliziert die gesellschaftliche Akzeptanz der Unternehmenstätigkeit, Ausfallzeiten, Genehmigungen, lokale Glaubwürdigkeit). Ebenso erkennt die Industrie, dass diese Ansätze dazu beitragen können, innere Spannungen zu minimieren und die Gesamtbetriebseffizienz zu steigern, um nur einige Vorteile zu nennen. OMV Petrom beauftragte astoneco management im Jahr 2012, ein SE-Integrationsprogramm für das gesamte Unternehmen zu gestalten. 

 

Welche Lösung wurde umgesetzt?

astoneco moderierte Sitzungen auf verschiedenen Managementebenen, in deren Verlauf sich herausstellte, dass die Integration von Stakeholder Engagement in den zehn Förder- und Produktionanlagen der Firma sinnvoll wäre.  Dieser Erkenntnis folgte ein Einjahresprogramm mit Training und Coaching vor Ort. Dieses Programm unterstützte das zentrale Managementteam und die Projektteams bei der Entwicklung der erforderlichen Mentalität,  entscheidender Kompetenzen sowie Engagement-Fähigkeiten, um ihren alltäglichen Herausforderungen adäquat begegnen zu können. Insbesondere arbeitete astoneco mit den Standort-Teams, und zwar mit folgenden Zielsetzungen:

  • Identifikation spezifischer Herausforderungen im Tagesgeschäft sowie neuer Projektrealiersierungen,  Erlangung von Klarheit im Team darüber, wie man SE anwendet, um bestehende Risiken zu minimieren und Chancen zu maximieren, und
  • Identifizierung und Umsetzung eines Pilotprojekts für jeden Standort, um das SE-Modell und die damit verbundene Mentalität anzuwenden und so intern Kompetenzen im Bereich SE zu schaffen und zu stärken.

Der Weg zurRealisierung des neuen operativen Ansatzes beinhaltet insbesondere: 

  • die klärung der Rollen, Verantwortlichkeiten und Ressourcen, Erreichung von Klarheit in Bezug auf die
  • ermöglicht lokalen Teams  dass ihre Stimme auf Unternehmensebene gehört wird,
  • baut Kapazitäten auf, um wesentliche Informationen mit den Beteiligten rechtzeitig zu teilen,
  • stärkt die Unternehmensprozesse auf allen Eben, um fristgerecht zu den erforderlichen Genehmigungen zu gelangen und auf Fragen reagieren oder pro-aktiv Information teilen zu können, und
  • bereitet Teams darauf vor, sich vom alten Ansatz im Sinne von  “entscheiden und verteidigen" zu verabschieden. Dieses destruktive Gedankenmuster war immer noch in einigen Bereichen des Unternehmens vorzufinden und führte letztlich zu noch mehr Frustration unter den lokalen Akteuren.
     

Aktueller Status (2013):

Ein Treffen der Asset-Manager  gemeinsam mit wichtigen Entscheidungsträgern im Unternehmen ist derzeit in Vorbereitung, um organisatorische Lösungen für die spezifischen Herausforderungen zu finden, die im Rahmen des Projekts identifiziert wurden. Ziel ist es, OMV Petrom dabei zu unterstützen, eine Unternehmenskultur der Business-Nachhaltigkeit zu kreieren und diese zu implementieren. Die im Rahmen des Programms erworbenen Fertigkeiten und Verfahren sollen es erleichtern, diese Philosophie auch tatsächlich im Kern- und Tagesgeschäft umzusetzen und zu integrieren.

 

Diese Arbeit baut auf frühere Projekte auf, die wir für OMV Petrom  durchgeführt haben, zum Beispiel:

  • 2007: Analyse der möglichen Lösungen für lokale Probleme mit Stakeholdern und Einleitung von kurzfristigen Engagement-Lösungen sowie einer mittelfristigen CSR-Strategie,
  • 2008: Stakeholder Engagement-Ausbildung und Bewusstseinsbildung für Stakeholder-Themen für die Teams  aller lokalen Petrom Förderungs- und Produktionsanlagen,
  • 2010: Gemeinsame Entwicklung eines OMV Petrom Stakeholder Engagement Toolkits mit 220 lokalen Förderungs- und Produktions-Managern,
  • 2011: Gemeinsame Planung und Durchführung von Pilotprojekten für on-the-job-Trainings in Stakeholder-Engagement an den einzelnen Standorten.