AEM - RP - OMV Turkey

OMV Türkei: Vom Gas zum Elektrizitätswerk – von der Konfliktvermeidung zur Zusammenarbeit 

Worin liegt die Herausforderung?

Die Errichtung eines Erdgaskraftwerks an der Küste der Nordost-Türkei  – ohne strukturiertes Stakeholder-Engagement in der Entwicklungs- und Umsetzungsphase  – brachte vielfältige Herausforderungen für das Unternehmen in Sachen Zustimmung und Erlaubnis mit sich. Dies resultierte in Projektverzögerungen und einer NGO-Kampagne gegen das Kraftwerkprojekt.

 

Welche Lösung wurde gewählt?

Im Jahr 2010 half astoneco in folgenden Punkten: 

  • Klärung der Standpunkte der internen und externen Stakeholder betreffend wichtiger Fragen zur Anlage;
  • Durchführung von Trainings zur internen Abstimmung, um herauszufinden, wo das Projektteam betreffend ihrer lokalen Beziehung im Kontext des Projektes gerade stand und wohin es sich entwickeln sollte.
  • Befähigung der wichtigsten Stakeholder-Gruppen ( OMV-Repräsentanten, Vertreter der lokalen Behörden, Meinungsführer der lokalen Gemeinschaften sowie die betroffene Bevölkerung), Risiken, Gelegenheiten, Gemeinsamkeiten und Win-Win-Lösungen zu identifizieren.

Im Laufe der Entwicklung des Dialogs vor Ort, wurde sichtbar, dass mehr Transparenz in der Informationsvermittlung und in den Entscheidungsprozessen vonnöten war. Dies beinhaltete die Art und Weise, wie die Bedenken der lokalen Bevölkerung zu den Themen Umwelt, Vergütung sowie Gesundheit und Sicherheit angesprochen werden würden.

Im Jahr 2011 unterstütze und ermöglichte astoneco die Schaffung einer Plattform, die den Dialog und die Zusammenarbeit ermöglichte bzw. erleichterte, um eine besser informierte und transparente Diskussion und Aktivitäten zur Förderung der Nachhaltigkeit zu ermöglichen. Das resultierte in einer Multi-Stakeholder-Partnerschaft – KoGeB (Kozluk Community Resources Partnership).

Um eine repräsentative Partnerschaft zu bilden, arbeiteten die OMV-internen Stakeholder eng mit dem Bürgermeister, Gemeinderäten und Lehrern zusammen, um andere Interessensgruppen zu involvieren. Im Rahmen des Projekt-Zeiplanes wurden Führungskräfte ausgewählt, die die verschiedenen Stakeholder-Gruppen repräsentierten.

Weitere Aktivitäten im Rahmen der KoGeB-Partnerschaft:

  • Besuche der Baustelle und anderer ähnlicher Anlagen,
  • Das Einholen von Meinungen und Feedback aller Parteien zu Themen, die Risiken oder vermeintliche Risiken für die Gemeinschaft darstellen könnten. Regelmäßiger Austausch wichtiger Informationen, sodass fundierte Dialoge und Entscheidungen möglich wurden.
  • Effektive Mobilisierung verborgener Bodenschätze, menschlicher, sozialer, industriell gefertigter und finanzieller Ressourcen , um die Gemeinschaft und ihre Partner zu entwickeln und
  • Soziale Verantwortung lokaler Akteure.

 

Wichtige Schritte auf dem Weg waren: Feedback von Interessensgruppen aktiv anzunehmen und darauf zu reagieren; Capacity building & Coaching von internen und andere wichtigen Akteuren; und die Durchführung eines von astoneco begleiteten partizipativen Entscheidungsprozesses zur Entwicklung von Lösungen, die anschließend in die Tat umgesetzt wurden. 

 

Aktueller Status:

Im Laufe der Entwicklung des Projekts, verpflichtete sich die Kozluk-Partnerschaft zu einer Reihe von Community-Investitionsprojekten, die von der OMV und den lokalen Behörden finanziell unterstützt wurden. Die Anlage ist derzeit in Betrieb und die Partnerschaft weiterhin aktiv.
Mehr Informationen finden Sie hier.